Wuschelbär – Rezension

Wuschelbär

Die Geschichte vom braunen Wuschelbär ist eine typische Eifersuchtsgeschichte, wie sie Kinder erleben, wenn sie kleine Geschwister bekommen.

Denn kleine Geschwister fordern viel Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe von ihren Eltern ein. Eben die Dinge, die bis dahin die großen Geschwister exklusiv hatten.

Wir haben im Moment genau diese Situation, dass mein ältester Sohn nun nicht mehr der Jüngste in der Familie ist.

Sein kleiner Bruder ist mit inzwischen 4 Monaten an seine Stelle getreten und fordert viel der Zeit ein, die wir vorher für ihn hatten.

Ein guter Grund daher den „Wuschelbär“ einmal vorzustellen.

Darum geht es in der „Wuschelbär“

Wuschelbär*
  • Korschunow, Irina (Autor)
  • 56 Seiten - 01.04.1990 (Veröffentlichungsdatum) - dtv Verlagsgesellschaft (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 11.07.2020 / Affiliate Links* / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Der Wuschelbär ist ein brauner Teddybär. Er lebt im Kinderzimmer von Benjamin und ist dessen bester Freund.

Sie schlafen zusammen, haben die gleichen Sachen zum Anziehen, jeder ein Schlafkissen mit Sternen und den gleichen bunten Becher.

Außerdem erleben sie unzählige wilde Abenteuer zusammen.

Doch als sie eines Tages am Bach spielen, rettet Wuschelbär einen weißen Bären aus dem Wasser.

Der weiße Bär wurde von seinem Kind weggeworfen, aber Benjamin nimmt ihn mit nach Hause.

Und da beginnt das Drama für den Wuschelbären, denn Benjamin kümmert sich ab jetzt fast nur noch um den weißen Bären. Zumindest dem Wuschelbären kommt das so vor. Denn der weiße Bär braucht nach seiner Rettung aus dem Bach viel Zuwendung von Benjamin, um wieder trocken zu werden.

Aber es kommt noch schlimmer, denn er muss all seine Sachen mit dem weißen Bären teilen, seinen Becher, seine Hosen und sein Sternenkissen, denn der Wuschelbär hat jetzt einen Bärenbruder, wie Benjamin sagt.

Dem Wuschelbär passt das jetzt überhaupt nicht mehr, denn er will keinen Bruder.

 

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Ziemlich schnell eskaliert die Situation, da der Wuschelbär den weißen Bären sehr klar sagt, was er von ihm hält.

Der kleine braune Bär fühlt sich von Benjamin nicht mehr geliebt und läuft alleine in den Wald weg.

Doch im Wald ist es unheimlich und die Fuchskinder, die er trifft, sind schlechte Spielkameraden. Ein kleines Mädchen, das ihn findet, darf ihn nicht behalten. Denn für die Mutter ist er ein altes schmutziges Ding.

Da glaubt der Wuschelbär, dass er nie mehr zu Benjamin zurückfinden wird, als plötzlich jemand seinen Namen ruft.

Aber es ist zum Erstaunen des Wuschelbären der weiße Bär und nicht Benjamin. Er hat sich Sorgen gemacht und ist trotz großer Angst losgezogen, um seinen Bruder zu suchen.

Und da erkennt der Wuschelbär, was er mit dem weißen Bären bekommen hat. Er hat einen Bruder gewonnen, der sich um ihn sorgt und ihn alleine im dunklen Wald suchen geht. Sein neuer Bruder hat also auch seine positiven Seiten.

Warum es sich lohnt das Buch zu lesen

Das Buch beschreibt gut, wie sich Kinder fühlen müssen, wenn sie Geschwister bekommen.

Zwar wissen sie hoffentlich, im Gegensatz zum Wuschelbären, dass sie bald die großen Brüder oder Schwestern sein werden, aber die kommenden Veränderungen sind für sie nur schwer abzuschätzen.

Ich denke, die meisten Kinder freuen sich zunächst auf kleine Geschwister. Die Realität des Alltags ist dann aber etwas, was für sie schnell zu Ernüchterung führen kann.

Und genau an dieser Stelle kann das Buch helfen, Kinder darauf vorzubereiten, was es heißt Geschwister zu bekommen.

Benjamin, der für uns Eltern steht, hat jetzt weniger Zeit für seinen braunen Wuschelbären. Und der braune Bär muss seine Sachen auch mit dem weißen Bären teilen.

Alles Dinge, die den Status quo für den Wuschelbären zunächst ins Negative verändert.

Aber am Ende erkennt er, wen er damit gewonnen hat. Einen Bruder, der alleine im Wald nach ihm sucht, weil er ihn liebt.

Fazit

Daher ist die Geschichte aus meiner Sicht bestens dazu geeignet große Geschwister auf die veränderte Situation vorzubereiten, wenn die kleinen Geschwister dann tatsächlich einziehen.

Denn die bildliche Darstellung und die Situationen, die beschrieben werden, treffen gut die Gefühle unserer Kinder.

Wuschelbär

8.8

Gestaltung

8.5/10

Zugänglichkeit

9.0/10

Idee/Thema

9.0/10

Fantasie

8.5/10

Vorteile

  • Eine schöne Geschichte über Eifersucht unter Geschwistern
  • Die Geschichte trifft gut die Gefühle unserer Kinder
  • Gutes Buch, wenn kleine Geschwister geburen werden

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